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Bestellerprinzip bei Kaufimmobilien

Bestellerprinzip bei Kaufimmobilien

Eine heiße und turbulente Diskussion, in Bezug auf das Bestellerprinzip bei Kaufimmobilien, wurde da von der Bundesregierung angestoßen. Es liegt zwar noch kein Gesetzesentwurf vor, aber dennoch gibt es reichlich Diskussionen und verschiedene Standpunkte. Die Maklerprovision soll von dem Besteller, also meistens dem Verkäufer, getragen werden. Dies könnte aber die unabhängigen Makler parteiisch werden lassen, da diese dann nur noch im Sinne des Eigentümers agieren würden. Die Kaufnebenkosten werden dadurch nicht gesenkt, sondern zusammen mit der Immobilie noch teurer. Die Nebenkosten durch den Makler werden im Preis der Immobilie inkludiert und durch den höheren Preis steigen auch Notar- und Grunderwerbskosten. Das Leitbild des Immobilienmaklers, intermediär zwischen Käufer und Verkäufer zu sein, wird zerstört.

Bestellerprinzip und Deckelung der Provisionskosten

In die Diskussion zum Bestellerprinzip bringen die Grünen auch die Maklerkosten mit ein. Diese sollen nach einem bestimmten Prinzip gedeckelt und festgelegt werden. Viele Rechtsexperten sehen hier aber einen Eingriff in die Vertragsfreiheit und halten solch einen möglichen Gesetzesentwurf für verfassungswidrig. Die Provisionskosten sind seit Jahrzehnten stabil, entgegen der Grunderwerbssteuer, die in den letzten 10 Jahren 27 mal gestiegen ist. Die Politik sucht hier, für die steigenden Kosten, welche sie selbst verursacht hat, ein schwarzes Schaf: den Immobilienmakler.

Alternative Kaufanreize schaffen!

Anstatt über das Bestellerprinzip und den eventuell folgenden Gesetzesänderungen zu diskutieren, sollte die Bundesregierung aktiv werden und es den Menschen ermöglichen, Kaufanreize zu schaffen und so für das Alter vorzusorgen. Dem Käufer die Beratung und die Erfahrung durch einen Makler zu nehmen, ist sicher nicht der richtige Weg um Menschen in ein Eigenheim zu bringen. Deutschland ist im Ländervergleich beim privaten Wohneigentum abgeschlagen. Selbst wirtschaftlich schwächere Länder, wie etwa Italien, stehen bei den Privatpersonen mit mehr Wohneigentum da. Der Weg ins Eigenheim sollte durch die Senkung der Kaufnebenkosten, wie z.B. der Senkung der Grunderwerbssteuer erfolgen. Auch könnte die Bundesregierung für bessere und stabilere Finanzierungsbedingungen sorgen. Generell sollte mehr für eine bessere Förderung von Wohneigentum getan werden. Anstatt dem Bestellerprinzip und der verantwortungslosen Symbolpolitik nachzugehen, gibt es genug andere und sinnvollere Alternativen, um den Menschen ein Eigenheim zu ermöglichen.